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Verkehrssicherheitsinitiative 2020 in Niedersachsen

Seit den 70er Jahren ist die Zahl der Verkehrsunfalltoten in Niedersachsen insgesamt rückläufig. Neben den Verbesserungen der Sicherheitstechnik in den Fahrzeugen, der Verbesserung des Rettungswesens, der medizinischen Erstversorgung am Unfallort und der Einführung neuer Rechtsnormen, sind für den Rückgang der Verkehrstotenzahlen auch Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit als Begründung anzuführen. Hierbei spielt unter anderem die polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit mit Kernelementen der Prävention und Überwachung eine wesentliche Rolle.

Trotz der positiven Entwicklung starben im Jahr 2010 immer noch 479 Personen auf Niedersachsens Straßen. Im Jahr 2011 stieg diese Anzahl in Niedersachsen erstmals seit 2007 auf 540 Verkehrstote an.

Vor diesem Hintergrund hatte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann bereits im Frühjahr 2011 die Verkehrssicherheitsinitiative (VSI) 2020 ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Zahl der auf Niedersachsens Straßen getöteten und schwerverletzten Personen bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu reduzieren.

Der Konzeption der VSI 2020 wurde eine Untersuchung und Bewertung der präventiven, repressiven, verkehrsbehördlichen sowie baulichen Maßnahmen zur Reduzierung der Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden zugrunde gelegt.

Die umfangreichen Analysen und Auswertungen sowie ein detailliertes Verkehrsunfalllagebild zeigten Möglichkeiten auf, um die Verkehrssicherheit in den nächsten Jahren weiter kontinuierlich zu steigern.

Darüber hinaus bietet die VSI 2020 eine Plattform für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Trägern von Verkehrssicherheitsarbeit und der Verkehrswissenschaft.


Verkehrssicherheit

Kooperationspartner

Ein wesentlicher Schwerpunkt dabei ist die Verkehrssicherheit auf Landstraßen in Niedersachsen zu erhöhen. Mehrere Gründe tragen zu den besonders schweren Folgen von Unfällen auf dem Landstraßennetz bei.

Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Geschwindigkeit. Sie ist sowohl Unfallursache als auch ein gravierender folgenverschärfender Faktor. Insbesondere dann, wenn verunfallte Autos auf starre Hindernisse prallen - wie zum Beispiel an Straßenbäume. Und die Wahrscheinlichkeit für diese fatalen Zusammenstöße ist natürlich in Alleen vergleichsweise hoch.

Auch dieses Risiko spiegelt die Unfallstatistik wider. Mit 189 Getöteten im Jahr 2011 sind 35 Prozent aller Unfallopfer bei sogenannten Baumunfällen ums Leben gekommen. Gegenüber dem Jahr 2010 waren dies 38 Todesfälle mehr.

Verkehrsunfälle passieren nicht. Sie werden verursacht! Verkehrsunfällen liegt fast immer menschliches Fehlverhalten zugrunde. Und darum können sie auch verhindert werden.

Das wird jedoch nicht von selbst geschehen. Diese Entwicklung muss von Staat und Gesellschaft unterstützt und vorangetrieben werden. Hier setzt die Verkehrssicherheitsinitiative 2020 an, um Leben zu retten.

Die Polizei hat darum allen Grund, an der bisherigen Schwerpunktsetzung festzuhalten und ihre Maßnahmen auf die Hauptunfallursache Geschwindigkeit, die Risikogruppe der Jungen Fahrer sowie die besonders unfallgefährlichen Landstraßen zu konzentrieren.

Dazu haben wir uns im vergangenen Jahr mit vielen Verkehrssicherheitsexperten zusammengesetzt. Gemeinsam haben wir einen „10-Punkte-Plan" erarbeitet, der sowohl Schritte zur Optimierung interner Handlungsabläufe und Abstimmungsprozesse beinhaltet, aber natürlich auch kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, mit denen wir uns unmittelbar an die Verkehrsteilnehmer wenden.


Verkehrssicherheit

10-Punkte-Plan

Verkehrssicherheitsinitiative 2020

Kontakt

Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport
- Landespolizeipräsidium -
Referat 24 Einsatz/Verkehr
Lavesallee 6
30169 Hannover

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