| Die Diensthundführergruppe |
Acht Beamte und zwei Beamtinnen sind in der Diensthundführergruppe in Lingen eingesetzt. Die Diensthundeführergruppe in Lingen ist seit der Polizeireform organisatorisch direkt der Polizeidirektion Osnabrück unterstellt und es gibt an den Stadtorten in Aurich, Vechta und Osnabrück drei weitere Gruppen. Alle Hunde sind zu Schutzhunden ausgebildet. Darüber hinaus sind einige Hunde darauf trainiert, Rauschgift und Sprengstoff aufzuspüren. Sie werden als Spezialhunde verwendet. Als Schutz- und Spezialhunde sind bei der Diensthundeführergruppe in Lingen vier Malinois, drei Deutsche Schäferhunde und zwei Holländische Herda eingesetzt. Polizeihund und Diensthundführer bilden im täglichen Streifendienst und bei Spezialeinätzen ein Team. Der Hund gehört der Polizei Niedersachsen und wird einem Diensthundführer auf Dauer anvertraut. Dienst und Freizeit verbringen sie zusammen. Nach Dienstschluss werden die Hunde zu Hause untergebracht. Sie leben so in einer natürlichen Umgebung im Kreis der Familie und mit anderen Menschen. Auch dadurch wird das soziale Verhalten positiv gefördert. Der Polizeihund ist heute ein wichtiger und unverzichtbarer Helfer im polizeilichen Alltag. |
| Der Schutzhund |
![]() Alle Diensthunde werden in erster Linie als Schutzhunde eingesetzt. Die Schutzhunde der Diensthundführer in Lingen unterstützen die Polizeikommissariate im Emsland und der Grafschaft Bentheim im täglichen Dienst. Dazu versehen sie Streifendienst, aber auch Spezialeinsätze müssen bewältigt werden. Ihre Tätigkeiten sind dabei auf die Verwendung ihres Diensthundes ausgerichtet. Unsere Schutzhunde können:
Bei vielen polizeilichen Maßnahmen, die mit Zwang durchgeführt werden müssen, zeigt allein die Anwesenheit des Schutzhundes oftmals eine enorme Wirkung. Die Polizei setzt alle Gebrauchshundrassen als Diensthunde ein. Schäferhunde, Rottweiler, Riesenschnauzer und Airedaleterrier gehören zu diesen Rassen. Nur wenn der Hund ausgeprägte Gebrauchshundeigenschaften besitzt, körperlich gesund, triebstark und schussgleichgültig ist, kann er als Polizeihund ausgebildet werden. Bevor der Hund in den Dienst der Polizei gestellt wird, muss er eine Eignungsprüfung bestehen. Polizeilich wird er jedoch erst eingesetzt, wenn er die Diensthundprüfung abgelegt hat. Diese Prüfung muss der ausgebildete Schutzhund jährlich wiederholen. Vorbereitet auf die Prüfung werden die Diensthunde durch einen 9-wöchigen Lehrgang an der Landesdiensthundschule des Bildungsinstitutes der Polizei Niedersachsen in Ahrbergen. Jeder Diensthundführer bildet seinen eigenen Hund aus. Neben dem alltäglichen Einsatzgeschehen ist ständiges Training erforderlich. Einmal wöchentlich trainieren die Diensthundführergruppe Lingen mit ihren Hunden auf einem Übungsplatz in Lingen. Es werden allgemeine und spezielle Einsatzlagen geübt. Dieses regelmäßige intensive Training ist Voraussetzung für einen Diensthund als perfekt ausgebildetes und zuverlässiges polizeiliches Einsatzmittel. |
| Spezialhunde |
![]() Bei einer entsprechenden Veranlagung und besonderen Fähigkeiten werden Schutzhunde auch als Spezialhunde ausgebildet. Sie werden eingesetzt als:
Die Landesdiensthundschule des Bildungsinstitutes der Polizei Niedersachsen in Ahrbergen prüft die Eignung der Schutzhunde auf eine Spezialisierung. Überprüft werden Umweltverhalten, Ausdauer, Triebbelastbarkeit, Beutetriebstärke und soziales Verhalten. Diese Merkmale müssen auch unter schwierigen Bedingungen noch positiv ausgeprägt sein. Bei der Diensthundführergruppe der Polizeiinspektion Emsland werden zur Zeit drei Rauschgiftspürhunde und zwei Sprengstoffspürhunde eingesetzt. Die Spezialausbildung erfolgt durch den Diensthundführer und wird in der Landesdiensthundschule durchgeführt. Bis zu 13 Wochen kann eine solche Ausbildung dauern. Das Wissen des Diensthundführers über den Spieltrieb seines Hundes steht dabei im Vordergrund. Für den Hund ist es ein Spiel. Er sucht nichts anderes als sein Spielzeug. Denn er hat gelernt, dass an der Stelle, wo er den Duftstoff, auf den er speziell ausgebildet wird, wahrgenommen hat, sein Spielzeug ist. Je nach Ausbildungsmethode bellt oder kratzt der Hund. Belohnt wird er dann mit seinem Spielzeug. Diese Methode wendet der Diensthundführer bei der Ausbildung aller
Spezialhunde an. Der Sprengstoffspürhund Er wird bei der Suche nach Sprengstoffen, Sprengsätzen, Waffen und
Munition eingesetzt. Die Sprengstoffspürhundführer können auf große
Erfolge zurückblicken. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde durch den
Hund eine abgesägte Schrotflinte aufgefunden, die hinter einem
Kühlschrank versteckt war. Diese Waffe war ein wichtiges Beweismittel,
um einen Bankräuber zu überführen. Bei einem anderen Einsatz wurde
eine abgeschossene Patronenhülse aufgespürt. Diese Hülse wurde zu
einem eminent wichtigen Beweismittel in einer späteren
Gerichtsverhandlung. Es ist sehr fraglich, ob diese Gegenstände, trotz
aller Technik, mit anderen Mitteln aufgefunden worden wären. Der Rauschgiftspürhund Dieser Spezialhund hat natürlich, sicher bedingt durch die
Grenznähe, eine besondere Relevanz. In den Medien wird fast tagtäglich
über große Mengen aufgefundener Betäubungsmittel berichtet. In nahezu
unzähligen Einsätzen dürfen die Rauschgiftspürhunde ihrem Spieltrieb
nachgehen und kommen dabei oft zum Erfolg. Sie lassen sich durch die
skurrilsten Verstecke oder Verpackungen nicht in die Irre leiten. Der Leichensuch- und Rettungshund Der LSRH leistet unverzichtbare Dienste bei der Suche nach vermissten oder verschütteten Personen. Insbesondere muss er auch nach Kapitalverbrechen eingesetzt werden, um die Opfer dieser Straftaten zu finden. Spektakuläre Fälle sind aus den Medien bekannt. |
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