CastorInfo - Informationen zum Castor (-behälter)

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Allgemeines, TN 85 - Behälter

 

 


 

 

 

 

Was bedeutet eigentlich   "C A S T O R"


Das Wort "CASTOR" ist die Abkürzung für

Cask for Storage and Transport of Radioactive Material

 

Behälter zur Lagerung und zum Transport radioaktiver Materialien

Der TN 85 - Behälter besteht aus einem Schmiedestahlkörper und einem Schmiedestahlboden, der angeschweisst ist. Als Kühlrippen werden Aluminiumprofile verwendet, die mit dem Behälterkörper  verschraubt sind. Insgesamt kommen 40 Profile mit je 3 Kühlrippen zum Einsatz.

Er ist mit einem Doppeldeckelsystem bei der Zwischenlagerung verschlossen. Zwischen dem Behälterkörper und den Aluminiumprofilen wird zur Abschirmung Harz und Blei eingesetzt. Beide Materialien sind durch eine Stahlplatte von einander getrennt.


Weitere Daten:

  • Höhe ca. 6,2 Meter
  • 2,48 Meter Durchmesser
  • Gesamtgewicht: 110 Tonnen (beladen, unbeladen 94,7 t)
  • Fassungsvermögen: 28 Glaskokillen (ergibt eine Nutzlast von 15 Tonnen).

Querschnittszeichnung (35 KB)

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Der Behälter wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zugelassen und entspricht den Bestimmungen der Internationalen Atomenergie Behörde (IAEA=International Atomic Energy Agency).

Um bei Unfällen die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurden mit dem Behälter verschiedene Tests vorgenommen:
 

  • um einen Flugzeugabsturz zu simulieren, wurde ein Flugkörper mit dem Gewicht einer Tonne auf den Behälter geschossen

  • 100 Fallversuche mit CASTOR-Behältern in Original- oder Modellgrößen in verschiedenen Testanforderungen (z. B. aus neun Metern Höhe auf einen nicht nachgebenden Untergrund, teilweise mit einem auf -40 ° C gekühlten Behälter)

  • Test auf Hitzebeständigkeit bei 1200° C über einen längeren Zeitraum

  • Aufprall eines Zuges mit 160 km/h auf einen auf Schienen liegenden Transportbehälter

  • Aufprall eines Zuges oder eines LKW, beide mit einem Behälter beladen, mit 130 km/h gegen eine Betonwand

Bei all diesen Tests wurde der Transportbehälter, wenn überhaupt, nur oberflächlich beschädigt.

 

Für den Transport wird der Behälter in ein Transportgestell gesetzt, dass mit Dämpfungssystemen ausgestattet ist.




 

Das Zwischenlager in Gorleben

Das Zwischenlager in Gorleben umfasst vier Hauptkomplexe.

  • Betriebs- und Verwaltungsgebäude,
  • das Transportbehälterlager,
  • das Abfalllager und
  • die Pilot-Konditionierungsanlage

Zwischenlager Gorleben (35 KB)

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Nachfolgend wird das Transportbehälterlager näher erläutert.

Das Lager ist in zwei Bereiche unterteilt. Der Empfangs- und Wartungsbereich und der Lagerbereich.

Im Empfangs- und Wartungsbereich wird der Behälter für den Anschluss an die Überwachungsanlage im Lagerbereich, die über die Dichtigkeit des Behälters während der Lagerung informiert, vorbereitet.

Wartungsbereich (35 KB)Behälterhalle (30 KB)

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Der Lagerbereich umfasst eine Größe von 5000 Quadratmetern und kann bis zu 420 Behälter aufnehmen. Das Gesamtgebäude ist 182 Meter lang, 38 Meter breit und 20 Meter hoch.

In dem Transportbehälterlager müssen die Behälter für mindestens 20 Jahre zwischengelagert werden, damit die kurzlebigen Spaltprodukte, die für die Wärmefreisetzung verantwortlich sind, abklingen. Erst danach ist eine Endlagerung möglich.

CastorlagerungAnschluß an das Überwachungssystem (24 KB)

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Was ist eine Glaskokille?

Eine Glaskokille ist ein zylinderförmiger Behälter aus Edelstahl. Er enthält 400 Kilogramm Glasmasse.

Die Glasmasse entsteht durch Verschmelzung von Oxidpulver (aus dem Wiederaufarbeitungsprozeß stammende Säurelösung, die vor der Verschmelzung eingedampft wurde) und einem speziell entwickelten Glasgranulat (Borosilikatglas).

Das Borosilikatglas gilt als die geeignete und stabilste Form für derartige Abfälle.

Die Glasmasse wird dann in noch fließfähigem Zustand in die Edelstahlbehälter eingefüllt, mit einem Deckel verschlossen und verschweißt.

Auf Grund der vorhandenen starken Wärmeentwicklung werden die Edelstahlbehälter vor dem Verpacken in die Transportbehälter zwischengelagert, bis sie eine Wärmeleistung von 1,5 bis 2 Kw abgeben. Das entspricht der Wärmeabgabe eines normalen Heizkörpers.

Der Weg der Brennelemente (BE)

  1. Nutzung von Uran, gepresst in Brennelemente,
  2. Abgebrannte Brennelemente,
  3. Nasslager im KKW (Kernkraftwerk) Abkühlung über 5 Jahre im Abklingbecken,
  4. Zwischenlager.

An dieser Stelle verzweigt der Weg. Ein Teil bleibt im Zwischenlager, der andere Teil wird der Wiederaufarbeitung zugeführt. Dieser weitere Weg soll aufgezeigt werden.

  • Wiederaufbereitungsanlage (Rückgewinnung von Uran und Plutonium, Anfall von Spaltprodukten, Behandlung zu Oxidpulver, Verschmelzen mit Borosilikatglas, Abfüllen des Abfalls von ca. 4 BE in Edelstahlbehälter),
  • Rückführung zur Zwischenlagerung bzw. Weiterleitung der aufgearbeiteten Brennelemente an die KKW.
  • Konditionierung (Zerlegen von Brennelementen, Verfüllen in Behälter zur Endlagerung)
  • Endlagerung
  • Entsorgung (34 KB)

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    Das geplante Endlager in Gorleben

    Für die Endlagerung wird der Salzstock in Gorleben untersucht. Die geplante Endlagerstätte liegt gegenüber des Zwischenlagers.

    • Daten zum Salzstock:
    • Länge: 14 Kilometer
    • Breite: bis 4 Kilometer
    • Tiefe unter der Erdoberfläche: 260 Meter bis 3,5 Kilometer
    • Lagertiefe hochradioaktiver Abfälle: +/- 900 Meter


    Kosten und Entwicklungen

    • Bisherige Investitionskosten in den Salzstock: über 1 Mrd. €
    • Jährliche Kosten für die Einlagerung in Gorleben: ca. 50 Mio. €
    • Gerichtlich bestätigte Kosten gegen das Land Niedersachsen von den Energieversorgern und deren Tochtergesellschaften wegen Behinderung von Erkundungs- und Baumaßnahmen von über 45 Mio. €.

    Gemäß der Rücknahmeverpflichtung von Brennelementen, die Ende der siebziger Jahre nach Frankreich bzw. Großbritannien zur Wiederaufbereitung gebracht wurden, wird mit einem Transportaufkommen von etwa 130 Transport- und Lagerbehältern bis zum Jahr 2015 nach Gorleben gerechnet.

    Als Quelle standen Informationsbroschüren, Ausarbeitungen und Berichte von folgenden Institutionen und Unternehmen zur Verfügung:

    • Innenministerium des Landes Niedersachsen, Hannover
    • BLG - Brennelement - Lager - Gorleben GmbH, Gorleben
    • GNS - Gesellschaft für Nuklear-Service mbH, Essen
    • GNB - Gesellschaft für Nuklear-Behälter mbH, Essen

    Diese Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

 

   

 

 

 

     

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